Mit dem Konzertprogramm „Ein Gebet für mich“ der Künstlerin Bente Kahan wurde heute Vormittag im Sächsischen Landtag an den 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erinnert. Dabei wurden künstlerische Werke, die vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg geschrieben und komponiert wurden, präsentiert.
Im Anschluss an diese eindringliche Darbietung fand vor der Kreuzkirche die traditionelle Namenslesung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Auch Martin Modschiedler wirkte an dem Gedenken mit.
Rund 850 Namen von Dresdner Jüdinnen und Juden sind in diesem Jahr hinzugekommen, deren Schicksale bislang unbekannt waren. Zudem wurden die Namen der ermordeten Sinti und Roma sowie die Namen der Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die im „Entbindungslager Kiesgrube“ ihren frühen Tod fanden, verlesen. Das Lager entstand nach der Deportation der letzten Dresdner Jüdinnen und Juden im März 1943 und steht exemplarisch für die unmenschliche Behandlung von Zwangsarbeiterinnen und ihren Kindern. Zwischen Mai 1943 und Kriegsende wurden dort mindestens 497 Kinder geboren, von denen viele nach kurzer Zeit starben.