Interessantes über Striesen
Striesen wurde als slawisches Platzdorf gegründet und 1350 erstmals urkundlich als Stresen erwähnt.
Striesen hatte im Laufe der Jahrhunderte mit einigen Verwüstungen durch Kriege, namentlich durch die Napoleonischen Kriege und den Zweiten Weltkrieg, sowie durch zahlreiche Überschwemmungen zu kämpfen. 1676 mussten Teile der Dorfflur an den Kurfürsten für den Bau des Großen Gartens abgetreten werden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges behielt Striesen größtenteils sein ländliches Aussehen bei, obwohl bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mittels eines Bebauungsplanes schachbrettartig Parzellen mit Mietshäusern und Villen bebaut wurden. Dies geschah jedoch in offener Bauweise. Auch durften sich Industriebetriebe nur im Süden ansiedeln, sodass Striesen ein grüner Wohnvorort wurde. Als Grenze galt hierfür die Schandauer Straße, die noch heute davon zeugt. Die Technischen Sammlungen der Stadt Dresden haben ihren Sitz im früheren Stammhaus der Ernemann-Werke an der Schandauer Straße, dessen Wahrzeichen, der Ernemann-Turm, 1923 gebaut wurde. Zuvor wurden sie vom VEB Pentacon zur Kameraherstellung genutzt. Gleich nebenan befindet sich die f6 Cigarettenfabrik, welche die Dresdner Tradition der Zigarettenherstellung weiterführt.
Von Dresden eingemeindet wurde Striesen am 01. Juli 1892.
In der Welt bekannt wurde Striesen Ende des 19 Jahrhunderts durch den Gartenbau. Bis zur Verlegung der Gärtnereien um 1900 in die umliegenden Stadtteile aufgrund der fortschreitenden Bebauung siedelten sich in Striesen über 50 Kunst- und Handelsgärtnereien an. Berühmt wurde u.a. die Gärtnerei Hermann Seidels aufgrund seiner Kamelien-, Azaleen- und Rhododendronzucht.
Obwohl sich Striesen nicht im selben Umfang zu einem Arbeiterwohnviertel wie Seidnitz oder Dobritz entwickelte, stieg auch hier der Arbeiteranteil. Ein beliebter Treffpunkt, das Volkshaus Ost, wird heute vom Programmkino Ost genutzt. 2009 wurde das PKOst umfassend saniert und umgebaut und konnte seither seine Besucherzahlen fast verdoppeln.
Die Stadtteilinformationen beruhen zum Teil auf Angaben der Website http://dresdner-stadtteile.de
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