Interessantes über Loschwitz
Loschwitz wurde als slawischer Rundweiler am Elbufer gegründet und 1227 zum ersten Mal als Loscuicz urkundlich erwähnt.
Loschwitz bestand aus drei Gemeindeteilen und einigen Grundstücken des Rittergutes Wachwitz. Außerdem besaßen u.a. das Dresdner Maternihospital, das Augustinerkloster in der Neustadt und die Pirnaer Stadtkirche Anteile an den Weinbergen, sodass eine einheitliche Gemeindeverwaltung erst aufgrund der sächsischen Landgemeindeordnung von 1838 gebildet werden konnte.
Das ehemalige Fischer- und Winzerdorf wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts als beliebtes Ausflugsziel entdeckt, woraufhin viele Gaststätten und Weinschänken entstanden. Die Weinberge gelangten später in den Besitz wohlhabender Dresdner, die dort mit dem bau von Villen als Sommersitz begannen.
Einige Künstler verbrachten in Loschwitz viel Zeit, so z.B. die Maler Gerhard von Kügelgen und Ludwig Richter, sowie Friedrich Schiller, der im sogenannten Schillerhäuschen auf dem Körnerischen Weinberg 1785 seine Ode an die Freude vollendete.
Ab 1850 entstanden die drei Elbschlösser Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg für den preußischen Prinzen Albrecht und zwei seiner Kammerherren. Diese Schlösser sind noch heute Wahrzeichen von Loschwitz neben dem Blauen Wunder, welches 1893 gebaut wurde und Loschwitz mit Blasewitz verbindet.
Wichtig zu erwähnen in diesem Atemzuge sind auch die Standseilbahn und die älteste Schwebebahn der Welt, welche zum Weißen Hirsch und nach Oberloschwitz führen und an dessen Kopfstationen Gaststätten wie z.B. der Luisenhof entstanden, benannt nach Kronprinzessin Luise von Sachsen, Gemahlin von Friedrich August III. von Sachsen. Aufgrund des grandiosen Ausblicks wird dieser auch gern „Balkon Dresdens“ genannt.
Erst am 21.01.1921 wurde Loschwitz auch gegen den heftigen Widerstand vieler Bewohner von Dresden eingemeindet.
Loschwitz wurde von den Bombenangriffen Ende des Zweiten Weltkrieges nicht verschont, die Sprengung des Blauen Wunders konnte jedoch durch mutige Dresdner verhindert werden. Der Wiederaufbau der zerstörten Gebäude wurde erst in den 1990er Jahren aufgenommen.
Aus einer privaten Initiative zum Wiederaufbau der Loschwitzer Kirche entstand das Elbhangfest, welches jährlich im Juni als ein großes Dresdner Volksfest stattfindet und dessen durchführender Verein Elbhangfest e.V. Förderung, Erhaltung und Verbreitung von Kunst und Kultur jeglicher Art insbesondere der Stadt Dresden und ihres Umlandes, sowie die Erhaltung der einzigartigen Stadtlandschaft und Natur des Elbhanges zum Zweck hat.
Die Stadtteilinformationen beruhen zum Teil auf Angaben der Website http://dresdner-stadtteile.de
Interessantes zu -> Blasewitz, Dobritz, Gruna, Seidnitz, Striesen, Tolkewitz und Wachwitz.

