Interessantes über Gruna
Gruna wurde von deutschen Siedlern gegründet und 1370 als Grunow erstmals urkundlich erwähnt.
Zugunsten der Erbauung des Großen Gartens wurde Gruna 1678 vom Kurfürsten Friedrich August I per Erlass gezwungen, Flächen abzugeben. Daraufhin entstanden in Gruna einige Ausflugsgaststätten, die neben dem Großen Garten vor allem ab Mitte des 19 Jahrhunderts viele Sommergäste anzogen. Diese bauten jedoch nicht wie in Blasewitz Villen als Sommerresidenzen, sondern waren nur Tagesbesucher. In Gruna entstanden vielmehr Mietshäuser für die Arbeiter der Ziegeleien und Industriebetriebe.
Am 01.04.1901 wurde Gruna Dresden eingemeindet. Seitdem entstanden bis zum 2. Weltkrieg immer mehr Mehrfamilienhäuser, welche nach dessen Ende wiederaufgebaut wurden. Die Umgestaltung des ländlichen Gebietes in ein Neubauwohngebiet wurde bis Ende der 1990er Jahre mit Schließung der letzten Baulücken und dem Umbau des Verkehrsknotenpunktes Zwinglistraße abgeschlossen.
1996 wurde an der Liebstädter Straße im Stil der Organischen Architektur das Kinder- und Jugendhaus Schieferburg mit Spielhof, Café, Tanzhaus, Haushalle, Kreativraum und Werkstatthof errichtet.
1925 gründet Gret Palucca ihre private Tanzschule. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft mit einem Lehrverbot belegt, wurde ihre Tanzschule während der Zeit des Nationalsozialismus geschlossen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann Palucca wieder zu unterrichten. Seit 1955 wird dank eines Neubaus am Basteiplatz Tanz unterrichtet. 1997 wird die Palucca Schule die erste und bislang einzige eigenständige Hochschule für Tanz in Deutschland.
2004 wurde zum ersten Mal vom Sozial-Kulturellen Zentrum der Volkssolidarität Dresden e.V. das Grunaer Brunnenfest veranstaltet. Dieses findet seither jedes Jahr im Sommer am Findlingsbrunnen an der Zwinglistraße statt und erfreut sich großer Beliebtheit.
Die Stadtteilinformationen beruhen zum Teil Angaben der Website http://dresdner-stadtteile.de
Interessantes zu -> Blasewitz, Dobritz, Loschwitz, Seidnitz, Striesen, Tolkewitz und Wachwitz.

