Interessantes über Blasewitz
Blasewitz wurde als slawischer Rundweiler gegründet und 1349 als Blasenwicz erstmals urkundlich erwähnt.
Das Blasewitzer Tännicht, von dem noch heute Reste im Waldpark durch das Engagement Arthur Willibald Königsheims erhalten sind, bedeckte einen Großteil des Gebietes. Ab 1697 war dieses ein wichtiges Jagdrevier der Wettiner. Zu jener Zeit bereits war Blasewitz ein beliebtes Sommerziel der Dresdner Bürger, die die ersten Villen bauten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchs Blasewitz zum wohlhabenden Villenvorort heran. Viele der Villen wurden von den Bombenangriffen 1945 verschont und machen noch heute nach aufwändiger Restaurierung den Reiz von Blasewitz aus. Eine dieser Villen, die Villa Weigang auf der Goetheallee, beherbergt das Standesamt der Stadt Dresden.
Seit 1890 entstand am ehemaligen Dorfplatz als Ortszentrum der Schillerplatz, benannt nach Friedrich Schiller, der die Gastwirtstochter der Fleischerschen Schenke in Wallensteins Lager auftreten lässt. Drei Jahre später wurde der Bau des Blauen Wunders abgeschlossen, welches Blasewitz am Schillerplatz mit Loschwitz auf der anderen Elbseite verbindet.
Erst am 1. April 1921 wurde Blasewitz per Zwangsverordnung gegen den Widerstand vieler Einwohner Stadtteil von Dresden.
In Blasewitz auf der Hofmannstraße findet man die älteste private Sternwarte Europas. Am 11. Juni 1922 wurde das von Alexander Frantz in seinem Garten selbst gebaute Observatorium eingeweiht.
Gelegen an der Elbe hat Blasewitz durch das Ruderzentrum an der Oehmestraße große Bedeutung für den Wassersport in Dresden. Bedeutend ist auch die Architektur des Ruderzentrums, dessen zackige Dachkonstruktion in Kontrast zur Villenbebauung steht und das seit 2008 unter Denkmalschutz steht.
Die Stadtteilinformationen beruhen zum Teil auf Angaben der Website http://dresdner-stadtteile.de
Interessantes zu -> Dobritz, Gruna, Loschwitz, Seidnitz, Striesen, Tolkewitz und Wachwitz.

